IEC-62471 für LED-Beleuchtungsprodukte

Normen für die Augen- und Hautsicherheit

IEC/EN 62471 for LED Lighting Products Eye Safety

Wichtiger Hinweis zur Augen- und Hautsicherheit:

Alle in Kanada, der Europäischen Union und Asien verkauften Leuchten müssen nach der Norm IEC-62471 getestet sein, um die Arbeiter vor Verletzungen und Blindheit zu schützen, die durch Ausgesetztsein gegenüber Strahlung im ultravioletten (UV), sichtbaren und infraroten/thermischen Bereich verursacht werden. Wenn ein Hersteller eine CE- oder CCC-Markierung für eine in Europa bzw. China zum Verkauf stehende LED-Leuchte anbringt, ohne unterstützende Dokumentation der IEC-62471-Einhaltung zu haben, kann das Gerät zurückgerufen und sein Verkauf verboten werden. Der Hersteller kann auch für Geldstrafen und sonstige Schadensersatzzahlungen haftbar sein. Obwohl die USA derzeit nicht die Einhaltung von IEC-62471 fordern, so verlangt UL regelmäßig, dass LED-Leuchten für Systeme, die in Kanada oder anderen nicht-US-Märkten verkauft werden könnten, IEC-62471 einhalten.

IEC 62471-Dokumentation für Smart Vision Lights

Norm: IEC/EN 62471

Mit der zunehmenden Verwendung von LEDs in vielen LED-Leuchten ist eine Bewertung der einzigartigen „Blaulichtgefährdung“ (Photoretinitis) von kritischer Bedeutung. Zum 1. September 2009, wurde die IEC/EN 62471, die Photobiologische Sicherheitsnorm für Lampen und Lampensysteme, voll auf alle LED-Beleuchtungsprodukte angewandt.

STANDARDUMFANG

IEC/EN 62471 gibt Richtlinien für die Bewertung der photobiologischen Sicherheit von Lampen und Lampensystemen, einschließlich von Leuchtkörpern, vor. Sie definiert im Besonderen die Expositionsgrenzwerte, Referenzmessmethoden und die Klassifizierungsgruppen für die Bewertung und Kontrolle der photobiologischen Gefahren, die von allen elektrisch betriebenen, inkohärenten Breitbandquellen optischer Strahlung, einschließlich LEDs (Laser nicht mit einbezogen) im Wellenlängenbereich von 200 nm bis 3000 nm ausgehen. Diese Norm wurde vom Internationalen Komitee für Leuchtgeräte als Norm CIE S 009:2002 erstellt.

ANSI/IESNA RP-27

Die von Underwriters Laboratories (UL) erstellte Norm ANSI/IESNA RP-27 ist die ursprüngliche photobiologische Sicherheitsnorm für Lampensysteme in den Vereinigten Staaten. Dieser Satz von Vorschriften war die Grundlage für IEC/EN 62471. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Dokumenten beinhalten:
  • Das assoziierte Risiko
  • Expositionsgrenzwerte für spektrale Verteilung optischer Strahlung
  • Repräsentative radiometrische Größen
  • Messmethoden
ANSI/IESNA RP-27 und IEC/EN 62471 enthalten kleine Unterschiede, einschließlich:
  • Gewichtungsfunktionen für Strahlungsberechnungen
  • Kennzeichnungsanforderungen (wird nur in ANSI/IESNA RP-27 spezifiziert)

Gefährdungsbetrachtungen

In den verschiedenen Wellenlängenbereichen sind, im Einklang mit der Norm EC/EN 62471 verschiedene biologische Risiken vorhanden. Die biologischen Auswirkungen sowohl auf die Augen als auch die Haut werden in Betracht gezogen.hazardous considerations for eye safety

Klassifizierung

In Übereinstimmung mit der Norm EN 62471:2008 werden die Quellen optischer Strahlung je nach ihrem photobiologischen Risiko in Risikogruppen unterteilt. Diese Klassifizierung wird über eine Risikobewertung erstellt, die entweder die individuellen Komponenten oder das Endprodukt basierend auf den vom Hersteller erhaltenen Informationen bewertet. Wenn eine Quelle zur „sicheren“ Gruppe (Freigestellte Gruppe) zugeordnet wird, oder zu einer Geringrisikogruppe (Risikogruppe 1), würde keine detaillierte Arbeitsplatzbewertung notwendig sein, da keine photobiologische Gefahr besteht. Quellen werden je nach Risiko und basierend auf der Emissionsgrenze sowie erlaubten Bestrahlungszeit vor dem Überschreiten des Gefahrengrenzwerts in die vier folgenden Gruppen unterteilt.IEC62471 Classification

Erlaubte Bestrahlungsdauer (Kl. 6)

Um die Risikogruppe einer Quelle zu bestimmen, muss ihre Bestrahlungsstärke oder Strahldichte in einem Referenzabstand gemessen und mit Wirkungsspektren und maximal erlaubter Bestrahlungsdauer gewichtet werden, was dann mit verschiedenen Bestrahlungsgrenzwerten verglichen wird. Für kontinuierliche Quellen sind die Bestrahlungsdauergrenzwerte wie folgt: IEC62471 Permissible Exposure Time